Posts mit dem Label Thriller werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Thriller werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 13. April 2014

Belladonna - Karin Slaughter


Titel: Belladonna
Reihe: Grant County 

Autor: Karin Slaughter
Verlag: Wunderlich
Erscheinungsjahr: 2003

Kurzbeschreibung: Sara Linton, Kinderärztin im Krankenhaus des verschlafenen Heartsdale und bei Bedarf auch Gerichtspathologin, findet in einer Restauranttoilette die schwer verletzte Sybil Adams mit zwei tiefen gekreuzten Schnitten im Bauch. Alle Versuche, die beliebte Collegeprofessorin zu retten, sind vergebens. Bei der Autopsie muss Sara feststellen, dass Sybil auf grauenhafte Weise misshandelt wurde. Dass das Opfer blind und damit fast wehrlos war, macht die Tat noch entsetzlicher …
Über die Autorin: Karin Slaughter stammt aus Atlanta, Georgia. 2003 erschien ihr Debütroman Belladonna, der sie sofort an die Spitze der internationalen Bestsellerlisten und auf den Thriller-Olymp katapultierte. Ihre Romane um Rechtsmedizinerin Sara Linton, Polizeichef Jeffrey Tolliver und Ermittler Will Trent sind inzwischen in 32 Sprachen übersetzt und weltweit mehr als 30 Millionen Mal verkauft worden.

Fazit: Ein wirklich faszinierendes Debüt!
Thriller ist sonst zwar nicht so meine bevorzugte Lesart, doch dieses Buch hab mich komplett in den Bann gewogen. Es baut sich ein Spannungsbogen auf, den man als Leser nur zur Schluss, kurz vor der Protagonistin selbst, wentwirren kann. Davor heisst es sprichwörtlich 'trau schau wem', da jeder verdächtig verscheißt bzw. die Idee dieses Figur als Mörder allen koppelt unsinnig.
Ich mag Karin Slaughters Schreibstil sehr gerne. Esfällt schwer, Pausen einzulesen, da man einfach weiterwissen möchte, was sich denn noch abspielen wird.
Als Manko - und das liegt wohl eher an mir - sie die Szenen, in den Sara auch Verbrechen und Leichen stört. Das ging mir zu… nunmal, schnell nicht gerade aber irgendwie 'beiläufig'. Dafür weifle ich es keineswegs a, dass die medizinischen Details alle stimmen, diese überzeugen und verleihen dem skurrilem einen Funken Realität.
Emotional gesehen ist das Buch natürlich eine sucht, da es nicht nur um Mord und Todschlag geht, sondern auch stark auf die Beziehung zwicchen dem Opfer und dem Mörder und dem teilweise zerstrittenen Umfeld des Opfers eingegangen wird. Negativ erwähnen würde ich bloss naoch, dass es mir u Ende entwes zu schnell ging, doch dies ist bei den meisten Thrillern der Fall. Dafür wurde ich noch einmal richtig spannend auf aufregend, hinterliess auch ein gewisses erschauderndes Gefühl nach dem Beendigen der Lektüre.
Bei kleinstem Augenblick dachte ich mir, das ende bereits zu Kennen, es ist definitiv alles andere als vorhersehbar und man behält noch bis zum Schluss Gänsehaut und ein mulmiges Gefühl im Bauch
Das ganze ist kein Diamant im rohgeschliffenen zustand, dies würde ich jedoch dazu, dass es Slaughters allererstes Werk ist und kleine ein halbes (mehr ist nicht vonnöten) Augen bei der Punktevergabe zu.
Rating: 4 / 5 Sternen

Mittwoch, 19. März 2014

Der Bilderwächter - Monika Feth

Titel: Der Bilderwächter
Autorin: Monika Feth
Verlag: cbt
Erscheinungsjahr: 2013

Kurzbeschreibung: Zwei Jahre lang hat Jettes Freundin Ilka den Nachlass ihres berühmten Bruders nicht angerührt. Als sie nun das erste Mal die Bilder von Ruben in Augenschein nimmt, ist es, als hätte sie die Büchse der Pandora geöffnet. Ein Mitarbeiter von Rubens Nachlassverwalter wird tot aufgefunden und ein unglaublicher Medienrummel bricht über Ilka herein. Jette und Merle ermitteln im Wettlauf gegen die Zeit, denn auch Ilka scheint in großer Gefahr zu sein …
Über die Autorin: Monika Feth wurde 1951 in Hagen geboren, arbeitete nach ihrem literaturwissenschaftlichen Studium zunächst als Journalistin und begann dann, Bücher zu verfassen. Heute lebt sie in der Nähe von Köln, wo sie vielfach ausgezeichnete Bücher für Leser aller Altersgruppen schreibt.

Fazit:
'Der Bilderwächter' ist der sechste Band der Serie rund um Jette Weingärtner. Im Laufe der Bücher sind immer mehr Personen hinzugekommen - meiner Meinung nach hat sich der Schwerpunkt stark verlagert. Merle und Jette stehen nicht mehr so im Mittelpunkt wie zu Anfang, dafür spielen besonders Ilka und Mike eine grössere Rolle, besonders in diesem Buch. Luke und Mina treten hier nur noch am Rand auf, obwohl sie in früheren Bändern Hauptrollen waren.

Das Buch zeichnet sich durch die vielen Figuren auf und dadurch, dass die Erählperspektive sehr rasch wechselt. So ist zwar ein Einblick in viele Personen möglich. In meinem Empfinden wird jedoch zu schnell von einer zur anderen Figur gewechselt und es treten zuviele Figuren in Aktion. Jette beispielsweise wird nur ein sehr geringer Platz im Buch zuteil, dasselbe mit Merle. Obwohl auch um sie ein Handlungsbogen entsteht, wird dieser nicht genug aufgebaut und sie bleiben Randfiguren, deren Hintergrundgeschichte sich kaum um ein Jota weiterbewegt.
Klar positiv zu verzeichnen ist, dass man bis zum Schluss nicht weiss, wer im Endeffekt der Täter war - zumindest ich habe diese Entwicklung nicht kommen sehen. Allerdings empfand ich das Buch nicht wirklich als Thriller, weil einfach keine grosse Spannung aufgekommen ist. Die Mordfälle haben mich schlicht nicht genug interessiert, das Drumherum war interessanter. Und das heisst was, denn ich empfand eben dieses Drumherum als langatmig. Der Schwerpunkt wird auf Ilka und ihren psychischen Zustand gelegt, was verständlich ist, nicht aber meiner Definition von einem Thriller entspricht. Hätte ich dieses Buch aufgegriffen im Glauben, es würde sich um einen Roman über eine labile Person konfrontiert mit alten Geistern handeln, hätte es mir vermutlich mehr zugesagt. So jedoch bin ich enttäuscht und habe mir mehr davon erwartet, auch, weil die anderen Bände um einiges besser geraten sind.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir zwar noch immer, doch langsam fängt er an, mich etwas zu langweilen bzw. wirkt nicht mehr spannend wie bei den ersten Bändern. Die Handlung soll sich bis zum Ende zuspitzen, ich finde jedoch, dass man nicht wirklich von einem Höhepunkt oder wirklich einem Spannungsmoment sprechen kann.

Im Grossen und Ganzen muss ich damit leider sagen, dass 'Der Bilderwächter' mich mehr frustriert hat als sonst etwas. Nach fünf im Schnitt guten Bändern enttäuschst dieser Band - möglicherweise ist die Luft raus. Wer einen interessanten Thriller zur Hand nehmen will, den verweise ich daher auf 'Der Erdbeerpflücker', dem ersten Band der Reihe und rate von diesem Buch dringend ab.

Rating:
2 / 5 Sternen